Dienstag, 17. Dezember 2013

Lizzys Designbeitrag

den kann ich Euch nun endlich zeigen.
Mein Laptop machte eine kleine Winterpause und aufgrund 
dessen blogge ich meinen Beitrag nun:
 Wir freuen uns auf Eure Beiträge.
Eure Lizzy

Dienstag, 3. Dezember 2013

Sterntaler

 Heute startet unsere neue Challenge.
Das Thema diesen Monat ist dem Märchen  Sternentaler nach empfunden.
Zuerst einmal herzlichen Dank für Eure Teilnahmen letzten Monat.
Wir sind zwar eine kleine aber auch feine Challenge und nichts destro trotz freuen wir uns auf Eure Teilnahmen.
Ihr benötigt kein besonderes Material um an der Challenge teilzunehmen, 
Euer Bastelmaterial reicht allemal.
Somit könnt Ihr werkeln was das Thema hergibt. 
Zum Beispiel: Sterne, Engel, Christkind, Winter, Kinder, Kleid
die werden doch dem Märchen mehr als gerecht....
Rauß aus dem Schubladen denken und rein 
ins Basteln im Land der 1000 Möglichkeiten.
Ein freieres Thema als unsere Challenge kann es kaum geben....
Wir freuen uns auf Euch.


Nun zum Märchen:
 Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.

Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig." Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's," und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann." Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: "Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben," und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.












Freitag, 22. November 2013

Ein weiteres Erinnerungswerk zur laufenden Challenge:

Nun endlich von mir auch ein Erinnerungswerk.
Gestanzt mit Joanna Sheen Stanzen und hinterlegt mit Transparentpapier
damit es schön durchs Fenster leuchtet.

Wir freuen uns auf Eure Werke.
Eure Lizzy

Freitag, 1. November 2013

Marienkind

Heute pünktlich am 1.November startet unsere neue Challenge.
Das Thema diesen Monat ist dem Märchen  Marienkind nach empfunden.
Zuerst einmal herzlichen Dank für Eure Teilnahmen letzten Monat.
Wir sind zwar eine kleine aber auch feine Challenge und nichts destro trotz freuen wir uns auf Eure Teilnahmen.
Ihr benötigt kein besonderes Material um an der Challenge teilzunehmen, 
Euer Bastelmaterial reicht allemal.
Somit könnt Ihr werkeln was das Thema hergibt. 
Zum Beispiel: Sterne, Engel, Jesus, Kinder, Babys, Himmel, Holzhacker, Schloss, König / Königin, Weihnachten, Weihnachtsnacht, Geburt
die werden doch dem Märchen mehr als gerecht....
Rauß aus dem Schubladen denken und rein 
ins Basteln im Land der 1000 Möglichkeiten.
Ein freieres Thema als unsere Challenge kann es kaum geben....
Wir freuen uns auf Euch.


Nun zum Märchen:

Marienkind
Vor einem großen Walde lebte ein Holzhacker mit seiner Frau, der hatte nur ein einziges Kind, das war ein Mädchen von drei Jahren. Sie waren aber so arm, daß sie nicht mehr das tägliche Brot hatten und nicht wußten was sie ihm sollten zu essen geben. Eines Morgens gieng der Holzhacker voller Sorgen hinaus in den Wald an seine Arbeit, und wie er da Holz hackte, stand auf einmal eine schöne große Frau vor ihm, die hatte eine Krone von leuchtenden Sternen auf dem Haupt und sprach zu ihm 'ich bin die Jungfrau Maria, die Mutter des Christkindleins: du bist arm und dürftig, bring mir dein Kind, ich will es mit mir nehmen, seine Mutter sein und für es sorgen.' Der Holzhacker gehorchte, holte sein Kind und übergab es der Jungfrau Maria, die nahm es mit sich hinauf in den Himmel. Da gieng es ihm wohl, es aß Zuckerbrot und trank süße Milch, und seine Kleider waren von Gold, und die Englein spielten mit ihm. Als es nun vierzehn Jahr alt geworden war, rief es einmal die Jungfrau Maria zu sich und sprach 'liebes Kind, ich habe eine große Reise vor, da nimm die Schlüssel zu den dreizehn Thüren des Himmelreichs in Verwahrung: zwölf davon darfst du aufschließen, und die Herrlichkeiten darin betrachten, aber die dreizehnte, wozu dieser kleine Schlüssel gehört, die ist dir verboten: hüte dich daß du sie nicht aufschließest, sonst wirst du unglücklich.' Das Mädchen versprach gehorsam zu sein, und als nun die Jungfrau Maria weg war, fieng es an und besah die Wohnungen des Himmelreichs: jeden Tag schloß es eine auf, bis die zwölfe herum waren. In jeder aber saß ein Apostel, und war von großem Glanz umgeben, und es freute sich über all die Pracht und Herrlichkeit, und die Englein, die es immer begleiteten, freuten sich mit ihm. Nun war die verbotene Thür allein noch übrig , da empfand es eine große Lust zu wissen was dahinter verborgen wäre, und sprach zu den Englein 'ganz aufmachen will ich sie nicht und will auch nicht hinein gehen, aber ich will sie aufschließen, damit wir ein wenig durch den Ritz sehen.' 'Ach nein,' sagten die Englein, 'das wäre Sünde: die Jungfrau Maria hats verboten, und es könnte leicht dein Unglück werden.' Da schwieg es still, aber die Begierde in seinem Herzen schwieg nicht still, sondern nagte und pickte ordentlich daran und ließ ihm keine Ruhe. Und als die Englein einmal alle hinausgegangen waren dachte es 'nun bin ich ganz allein, und könnte hinein gucken, es weiß es ja niemand wenn ichs thue. Es suchte den Schlüssel heraus und als es ihn in der Hand hielt, steckte es ihn auch in das Schloß, und als es ihn hinein gesteckt hatte, drehte es auch um. Da sprang die Thüre auf, und es sah da die Dreieinigkeit im Feuer und Glanz sitzen. Es blieb ein Weilchen stehen und betrachtete alles mit Erstaunen, dann rührte es ein wenig mit dem Finger an den Glanz, da ward der Finger ganz golden. Alsbald empfand es eine gewaltige Angst, schlug die Thüre heftig zu und lief fort. Die Angst wollte auch nicht wieder weichen, es mochte anfangen was es wollte, und das Herz klopfte in einem fort und wollte nicht ruhig werden: auch das Gold blieb an dem Finger und gieng nicht ab, es mochte waschen und reiben so viel es wollte.
Gar nicht lange, so kam die Jungfrau Maria von ihrer Reise zurück. Sie rief das Mädchen zu sich und forderte ihm die Himmelsschlüssel wieder ab. Als es den Bund hinreichte, blickte ihm die Jungfrau in die Augen, und sprach 'hast du auch nicht die dreizehnte Thüre geöffnet?' 'Nein' antwortete es. Da legte sie ihre Hand auf sein Herz, fühlte wie es klopfte und klopfte und merkte wohl daß es ihr Gebot übertreten und die Thüre aufgeschlossen hatte. Da sprach sie noch einmal 'hast du es gewiß nicht gethan?' 'Nein' sagte das Mädchen zum zweitenmal. Da erblickte sie den Finger der von der Berührung des himmlischen Feuers golden geworden war, und wußte nun gewiß daß es schuldig war und sprach zum drittenmal 'hast du es nicht gethan?' 'Nein' sagte das Mädchen zum drittenmal. Da sprach die Jungfrau Maria 'du hast mir nicht gehorcht, und hast noch dazu gelogen, du bist nicht mehr würdig im Himmel zu sein.' Da versank das Mädchen in einen tiefen Schlaf, und als es erwachte, lag es unten auf der Erde, mitten in einer Wildnis. Es wollte rufen, aber es konnte keinen Laut hervor bringen. Es sprang auf und wollte fortlaufen, aber wo es sich hinwendete, immer ward es von dichtem Gebüsch zurück gehalten, das es nicht durchbrechen konnte. In der Einöde, in welche es eingeschlossen war, stand ein alter hohler Baum, der mußte ihm als Wohnung dienen. Darin schlief es Nachts, und wenn es stürmte und regnete, fand es darin Schutz. Wurzeln und Waldbeeren waren seine einzige Nahrung, die suchte es sich, so weit es kommen konnte. Im Herbst sammelte es die Blätter des Baumes und trug sie in die Höhle, und wenn es dann im Winter schneite und fror, bedeckte es sich damit. Auch verdarben seine Kleider und fielen vom Leib herab. Sobald dann die Sonne wieder warm schien, gieng es heraus und setzte sich vor den Baum, und seine langen Haare bedeckten es von allen Seiten wie ein Mantel. So saß es lange Zeit und fühlte den Jammer und das Elend der Welt.
Einmal, als die Bäume wieder in frischem Grün standen, jagte der König des Landes in dem Wald und verfolgte Wild, und als es in das Gebüsch geflohen war, das den Waldplatz einschloß, stieg er ab, riß das Gestrüppe aus einander und hieb sich mit seinem Schwert einen Weg. Als er endlich hindurch gedrungen war, sah er unter dem Baum ein wunderschönes Mädchen sitzen, das von seinem goldenen Haar bis zu den Fußzehen bedeckt war. Er stand still und betrachtete es voll Erstaunen, dann redete er es an und sprach 'wie bist du in die Einöde gekommen?' Es schwieg aber still, denn es konnte seinen Mund nicht aufthun. Der König sprach weiter 'willst du mit mir auf mein Schloß gehen?' Da nickte es bloß ein wenig mit dem Kopf. Der König nahm es auf seinen Arm, trug es auf sein Pferd, und führte es heim, wo er ihm schöne Kleider anziehen ließ, und ihm alles im Überfluß gab. Und ob es gleich nicht sprechen konnte, so war es doch so schön und freundlich, daß er es von Herzen lieb gewann, und es dauerte nicht lange, so vermählte er sich mit ihm.
Als etwa ein Jahr verflossen war, brachte die Königin einen Sohn zur Welt. Darauf in der Nacht, wo sie allein in ihrem Bette lag, erschien ihr die Jungfrau Maria und sprach 'willst du die Wahrheit sagen und gestehen daß du die verbotene Thür auf geschlossen hast, so will ich deinen Mund öffnen und dir die Sprache wieder geben: verharrst du aber in der Sünde, und leugnest hartnäckig, so nehm ich dein neugebornes Kind mit mir.' Da war der Königin verliehen zu antworten, sie blieb aber verstockt und sprach 'nein, ich habe die verbotene Thür nicht aufgemacht', und die Jungfrau Maria nahm das neugeborne Kind ihr aus dem Arme und verschwand damit. Am andern Morgen, als das Kind nicht zu finden war, gieng ein Gemurmel unter den Leuten, die Königin wäre eine Menschenfresserin und hätte ihr eigenes Kind umgebracht. Sie hörte alles und konnte nichts dagegen sagen, der König aber wollte es nicht glauben weil er sie so lieb hatte.
Nach einem Jahr gebar die Königin wieder einen Sohn. In der Nacht trat auch wieder die Jungfrau Maria zu ihr herein und sprach 'willst du gestehen daß du die verbotene Thüre geöffnet hast, so will ich dir dein Kind wiedergeben und deine Zunge lösen: verharrst du aber in der Sünde und leugnest, so nehme ich auch dieses neugeborne mit mir.' Da sprach die Königin wiederum 'nein, ich habe die verbotene Thür nicht geöffnet,' und die Jungfrau nahm ihr das Kind aus den Armen weg und mit sich in den Himmel. Am Morgen, als das Kind abermals verschwunden war, sagten die Leute ganz laut die Königin hätte es verschlungen, und des Königs Räthe verlangten daß sie sollte gerichtet werden. Der König aber hatte sie so lieb daß er es nicht glauben wollte, und befahl den Räthen bei Leibes- und Lebensstrafe nichts mehr darüber zu sprechen.
Im nächsten Jahre gebar die Königin ein schönes Töchterlein, da erschien ihr zum drittenmal Nachts die Jungfrau Maria und sprach 'folge mir.' Sie nahm sie bei der Hand und führte sie in den Himmel, und zeigte ihr da ihre beiden ältesten Kinder, die lachten sie an und spielten mit der Weltkugel. Als sich die Königin darüber freuete, sprach die Jungfrau Maria 'ist dein Herz noch nicht erweicht? wenn du eingestehst daß du die verbotene Thür geöffnet hast, so will ich dir deine beiden Söhnlein zurück geben.' Aber die Königin antwortete zum drittenmal 'nein, ich habe die verbotene Thür nicht geöffnet.' Da ließ sie die Jungfrau wieder zur Erde hinabsinken und nahm ihr auch das dritte Kind.
Am andern Morgen, als es ruchbar ward, riefen alle Leute laut 'die Königin ist eine Menschenfresserin, sie muß verurtheilt werden,' und der König konnte seine Räthe nicht mehr zurückweisen. Es ward ein Gericht über sie gehalten, und weil sie nicht antworten und sich nicht vertheidigen konnte, ward sie verurtheilt auf dem Scheiterhaufen zu sterben. Das Holz wurde zusammengetragen, und als sie an einen Pfahl festgebunden war und das Feuer rings umher zu brennen anfieng, da schmolz das harte Eis des Stolzes und ihr Herz ward von Reue bewegt, und sie dachte 'könnt ich nur noch vor meinem Tode gestehen daß ich die Thür geöffnet habe', da kam ihr die Stimme daß sie laut ausrief 'ja, Maria, ich habe es gethan!' Und alsbald fieng der Himmel an zu regnen und löschte die Feuerflammen, und über ihr brach ein Licht hervor, und die Jungfrau Maria kam herab und hatte die beiden Söhnlein zu ihren Seiten und das neu geborne Töchterlein auf dem Arm. Sie sprach freundlich zu ihr 'wer seine Sünde bereut und eingesteht, dem ist sie vergeben,' und reichte ihr die drei Kinder, löste ihr die Zunge, und gab ihr Glück für das ganze Leben.


  Jacob Grimm 1785 - 1863 u. Wilhelm Grimm 1786 - 1859


Hier nun die Beiträge des Designteams:

Ursula:



Patty:









Samstag, 26. Oktober 2013

Noch ein Erinnerungswerk


Bis zum Monatsende, könnt ihr noch mitmachen.
 

Gruseln in der Tasche, mit diesem Minialbum, aus leeren Klopapierrollen gebastelt.
Das vollständige Album ist HIER zu sehen.

Liebe Grüsse, Ursula

Samstag, 19. Oktober 2013

ein weiteres Inspirationswerk

hopste heute abend von meinem Tisch:
Ja ob die drei reichen um das Fürchten zu lehren?

Zumindest freuen wir uns auf Eure Werke.

Lieben Gruß
Lizzy

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Montag, 7. Oktober 2013

Von einem der auszog das Fürchten zu lernen....

Da ich krank im Bett lag startet die diesmonatige Challenge verspätet.
 
Wir alle freuen uns auf Eure Teilnahmen.
Ihr benötigt kein besonderes Material um an der Challenge teilzunehmen, 
Euer Bastelmaterial reicht allemal.
Somit könnt Ihr werkeln was das Thema hergibt. 
Diesen Monat eignen sich doch hervorragend Halloween Karten,
die werden doch dem Märchen mehr als gerecht....
Rauß aus dem Schubladen denken und rein 
ins Basteln im Land der 1000 Möglichkeiten.
Ein freieres Thema als unsere Challenge kann es kaum geben....
Wir freuen uns auf Euch.


Nun zum Märchen:

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Gebrüder Grimm

Ein Vater hatte zwei Söhne, davon war der ältere klug und gescheit und wusste sich in alles wohl zu schicken, der jüngere aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen, und wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: "Mit dem wird der Vater noch seine Last haben!" Wenn nun etwas zu tun war, musste es allzeit der ältere ausrichten; hieß ihn aber der Vater noch spät oder gar in der Nacht etwas holen, und der Weg ging dabei über den Kirchhof oder sonst einen schaurigen Ort, so antwortete er wohl: "Ach nein, Vater, ich gehe nicht dahin, es gruselt mir!" denn er fürchtete sich. Oder wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden, wobei einem die Haut schaudert, sprachen die Zuhörer manchmal:
"Ach, es gruselt mir!" Der jüngere Sohn saß in einer Ecke, hörte das mit an und konnte nicht begreifen, was es heißen sollte. "Immer sagen sie: Es gruselt mir! Es gruselt mir! Mir gruselt's nicht; das wird wohl auch eine Kunst sein, von der ich nichts verstehe."
Nun geschah es, dass der Vater einmal zu ihm sprach: "Hör', du in der Ecke dort, du wirst groß und stark, du musst auch etwas lernen, womit du dein Brot verdienst. Siehst du, wie sich dein Bruder Mühe gibt? Aber an dir ist Hopfen und Malz verloren. - "Ei Vater", antwortete er, "ich will gern was lernen; ja, wenn's anginge, möcht' ich lernen, dass mir's gruselte; davon verstehe ich noch gar nichts." Der ältere lachte, als er das hörte, und dachte bei sich: "Du lieber Gott, was ist mein Bruder ein Dummbart! Aus dem wird sein Lebtag nichts; was ein Häkchen werden will, muss sich beizeiten krümmen." Der Vater seufzte und antwortete ihm: "Das Gruseln, das sollst du schon lernen, aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen."
Bald danach kam der Küster zum Besuch ins Haus, da klagte ihm der Vater seine Not und erzählte, wie sein jüngerer Sohn in allen Dingen so schlecht beschlagen wäre, er wusste nichts und lernte nichts. "Denkt Euch, als ich ihn fragte, womit er sein Brot verdienen wollte, hat er gar verlangt, das Gruseln zu lernen." - "Wenn's weiter nichts ist", antwortete der Küster, "das kann er bei mir lernen; tut ihn nur zu mir, ich werde ihn schon abhobeln." Der Vater war es zufrieden, weil er dachte: "Der Junge wird doch ein wenig zugestutzt." Der Küster nahm ihn also ins Haus, und er musste die Glocke läuten. Nach ein paar Tagen weckte er ihn um Mittemacht, hieß ihn aufstehen, in den Kirchturm steigen und läuten. "Du sollst schon lernen, was Gruseln ist", dachte er, ging heimlich voraus, und als der Junge oben war und sich umdrehte und das Glockenseil fassen wollte, sah er auf der Treppe, dem Schalloch gegenüber, eine weiße Gestalt stehen. "Wer da?" rief er, aber die Gestalt gab keine Antwort, regte und bewegte sich nicht "Gib Antwort", rief der Junge, "oder mache, dass du wegkommst, du hast hier in der Nacht nichts zu schaffen!" Der Küster aber blieb unbeweglich stehen, damit der Junge glauben sollte, es wäre ein Gespenst. Der Junge rief zum zweiten Mal: "Was willst du hier? Sprich, wenn du ein ehrlicher Kerl bist, oder ich werfe dich die Treppe hinab!" Der Küster dachte: "Das wird so schlimm nicht gemeint sein", gab keinen Laut von sich und stand, als wenn er von Stein wäre. Da rief ihn der Junge zum dritten Mal an, und als das auch vergeblich war, nahm er einen Anlauf und stieß das Gespenst die Treppe hinab, dass es zehn Stufen hinabfiel und in einer Ecke liegen blieb. Darauf läutete er die Glocke, ging heim, legte sich, ohne ein Wort zu sagen, ins Bett und schlief fort. Die Küsterfrau wartete lange Zeit auf ihren Mann, aber er wollte nicht wiederkommen. Da ward ihr endlich angst, sie weckte den Jungen und fragte: "Weißt du nicht, wo mein Mann geblieben ist? Er ist vor dir auf den Turm gestiegen." - "Nein", antwortete der Junge, "aber da hat einer dem Schalloch gegenüber auf der Treppe gestanden, und weil er keine Antwort geben und auch nicht weggehen wollte, habe ich ihn für einen Spitzbuben gehalten und hinuntergestoßen. Geht nur hin, so werdet Ihr sehen, ob er's gewesen ist, es sollte mir leid tun." Die Frau sprang fort und fand ihren Mann, der in einer Ecke lag und jammerte und ein Bein gebrochen hatte.
Sie trug ihn hinab und eilte dann mit lautem Geschrei zu dem Vater des Jungen. "Euer Junge", rief sie, "hat ein großes Unglück angerichtet, meinen Mann hat er die Treppe hinabgeworfen, dass er ein Bein gebrochen hat; schafft den Taugenichts aus unserem Hause!" Der Vater erschrak, kam herbeigelaufen und schalt den Jungen aus. "Was sind das für gottlose Streiche? Die muss dir der Böse eingegeben haben." - "Vater", antwortete er, "hört nur an, ich bin ganz unschuldig: er stand da in der Nacht, wie einer, der Böses im Sinne hat. Ich wusste nicht, wer's war, und habe ihn dreimal ermahnt, zu reden oder wegzugehen. - "Ach", sprach der Vater, "mit dir erleb' ich nur Unglück, geh' mir aus den Augen, ich will dich nicht mehr ansehen!" - "Ja, Vater, recht gern, wartet nur, bis es Tag ist, da will ich ausgehen und das Gruseln lernen, so versteh' ich doch eine Kunst, die mich ernähren kann." - "Lerne, was du willst", sprach der Vater, "mir ist alles einerlei. Da hast du fünfzig Taler, damit geh' in die weite Welt und sage keinem Menschen, wo du her bist und wer dein Vater ist, denn ich muss mich deiner schämen." - "Ja, Vater, wie Ihr's haben wollt; wenn Ihr nicht mehr verlangt, das kann ich leicht in acht behalten."
Als nun der Tag anbrach, steckte der Junge seine fünfzig Taler in die Tasche, ging hinaus auf die große Landstraße und sprach immer vor sich hin: "Wenn mir's nur gruselte! Wenn mir's nur gruselte!" Da kam ein Mann heran, der hörte das Gespräch, das der Junge mit sich selber führte, und als sie ein Stück weiter waren, dass man den Galgen sehen konnte, sagte der Mann zu ihm: ,,Siehst du, dort ist der Baum, wo siebene mit des Seilers Tochter Hochzeit gehalten haben und jetzt das Fliegen lernen, setz' dich darunter und warte, bis die Nacht kommt,
so wirst du schon das Gruseln lernen." - ,,Wenn weiter nichts dazu gehört" antwortete der Junge, ,,das ist leicht getan. Lerne ich aber so geschwind das Gruseln, so sollst du meine fünfzig Taler haben; komm' nur morgen früh wieder zu mir.' Da ging der Junge zu dem Galgen, setzte sich darunter und wartete, bis der Abend kam. Und weil ihn fror, machte er sich ein Feuer an; aber um Mitternacht ging der Wind so kalt, dass er trotz des Feuers nicht warm werden wollte. Und als der Wind die Gehenkten gegeneinander stieß, dass sie sich hin und her bewegten, dachte er: "Du frierst unten bei dem Feuer, was mögen die da oben erst frieren und zappeln." Und weil er mitleidig war, legte er die Leiter an, stieg hinauf, knüpfte einen nach dem andern los und holte sie alle siebene herab. Darauf schürte er das Feuer, blies es an und setzte sie ringsherum, dass sie sich wärmen sollten. Aber sie saßen da und regten sich nicht, und das Feuer ergriff ihre Kleider. Da sprach er: ,,Nehmt euch in acht, sonst häng' ich euch wieder hinauf." Die Toten aber hörten nicht, schwiegen und ließen ihre Lumpen fort-brennen. Da ward er böse und sprach: ,,Wenn ihr nicht achtgeben wollt, so kann ich euch nicht helfen, Ich will nicht mit euch verbrennen", und hängte sie nach der Reihe wieder hinauf. Nun setzte er sich zu seinem Feuer und schlief ein, und am andern Morgen, da kam der Mann zu ihm, wollte die fünfzig Taler haben und sprach: ,,Nun, weißt du jetzt, was Gruseln ist?" - ,,Nein", antwortete er, ,,woher sollt' ich's wissen? Die da droben haben das Maul nicht aufgetan und waren so dumm, dass sie die paar alten Lappen, die sie am Leibe haben, brennen ließen." Da sah der Mann, dass er die fünfzig Taler heute nicht davontragen würde, ging fort und sprach: ,,So einer ist mir noch nicht vorgekommen." Der Junge ging auch seines Wegs und fing wieder an, vor sich hin zu reden: "Ach, wenn mir's nur gruselte! Ach, wenn mir's nur gruselte!" Das hörte ein Fuhrmann, der hinter ihm herschritt, und fragte: "Wer bist du?" - "Ich weiß nicht", antwortete der Junge. Der Fuhrmann fragte weiter: "Wo bist du her?" -"Ich weiß nicht." - "Wer ist dein Vater?" - "Das darf ich nicht sagen." - "Was brummst du beständig in den Bart hinein?" - "Ei", antwortete der Junge, "ich wollte, dass mir's gruselte, aber niemand kann mich's lehren." - "Lass dein dummes Geschwätz", sprach der Fuhrmann, "komm', geh' mit mir, ich will sehen, dass ich dich unterbringe." Der Junge ging mit dem Fuhrmann, und abends gelangten sie zu einem Wirtshause, wo sie übernachten wollten. Da sprach er beim Eintritt in die Stube wieder ganz laut: "Wenn mir's nur gruselte! Wenn mir's nur gruselte!" Der Wirt, der das hörte, lachte und sprach: "Wenn dich danach lüstet, dazu sollte hier wohl Gelegenheit sein." - "Ach, schweig' stille", sprach die Wirtsfrau' "so mancher Vorwitzige hat schon sein Leben eingebüßt; es wäre jammerschade um die schönen Augen, wenn die das Tageslicht nicht wieder sehen sollten." Der Junge aber sagte: "Wenn's noch so schwer wäre, ich will's einmal lernen, deshalb bin ich ja ausgezogen." Er ließ dem Wirt auch keine Ruhe, bis dieser erzählte, nicht weit davon stünde ein verwünschtes Schloss, wo einer wohl lernen könnte, was Gruseln wäre, wenn er nur drei Nächte darin wachen wollte. Der König hatte dem, der's wagen wollte, seine Tochter zur Frau versprochen, und die wäre die schönste Jungfrau, die die Sonne beschien; in dem Schlosse steckten auch große Schätze, von bösen Geistern bewacht, die würden dann frei und könnten einen Armen reich genug machen. Schon viele wären wohl hinein, aber noch keiner wieder herausgekommen.
Da ging der Junge am andern Morgen vor den König und sprach: "Wenn's erlaubt wäre, so wollte ich wohl drei Nächte in dem verwünschten Schlosse wachen." Der König sah ihn an, und weil er ihm gefiel, sprach er: "Du darfst dir noch dreierlei ausbitten, aber es müssen leblose Dinge sein, und die darfst du mit ins Schloss nehmen." Da antwortete er: "So bitt' ich um ein Feuer, eine Drehbank und eine Schnitzbank mit dem Messer."
Der König ließ ihm das alles bei Tage in das Schloss tragen. Als es Nacht werden wollte, ging der Junge hinauf, machte sich in einer Kammer ein helles Feuer an, stellte die Schnitzbank mit dem Messer daneben und setzte sich auf die Drehbank. "Ach, wenn mir's nur gruselte!" sprach er, "aber hier werde ich's auch nicht lernen." Gegen Mitternacht wollte er sich sein Feuer einmal aufschüren' und wie er so hineinblies, da schrie's plötzlich aus einer Ecke: "Au, miau! Was uns friert!" - "Ihr Narren", rief er, "was schreit ihr? Wenn euch friert, so kommt, setzt euch ans Feuer und wärmt euch." Und wie er das gesagt hatte, kamen zwei große schwarze Katzen in einem gewaltigen Sprunge herbei, setzten sich ihm zu beiden Seiten und sahen ihn mit ihren feurigen Augen ganz wild an. Über ein Weilchen, als sie sich gewärmt hatten, sprachen sie: "Kamerad, wollen wir ein wenig Karten spielen?" - "Warum nicht?" antwortete er, "aber zeigt einmal eure Pfoten her." Da streckten sie die Krallen aus. "Ei", sagte er, "was habt ihr lange Nägel Wartet, die muss ich euch erst abschneiden." Damit packte er sie beim Kragen, hob sie auf die Schnitzbank und schraubte ihnen die Pfoten fest. "Euch habe ich auf die Finger gesehen", sprach er, "da vergeht mir die Lust zum Kartenspiel", schlug sie tot und warf sie hinaus ins Wasser. Als er aber die zwei zur Ruhe gebracht hatte und sich wieder zu seinem Feuer setzen wollte, da kamen aus allen Ecken und Enden schwarze Katzen und schwarze Hunde an glühenden Ketten, immer mehr und mehr, dass er sich nicht mehr bergen konnte; die schrien gräulich, traten ihm auf sein Feuer, zerrten es auseinander und wollten es ausmachen. Das sah er ein Weilchen ruhig mit an; als es ihm aber zu arg wurde, fasste er sein Schnitzmesser und rief: "Fort mit euch, ihr Gesindel!" und hieb auf sie los. Ein Teil sprang weg, die andern schlug er tot und warf sie hinaus in den Teich. Als er zurückgekommen war, blies er aus den Funken sein Feuer frisch an und wärmte sich. Und als er so dasaß' wollten ihm die Augen nicht länger offen bleiben, und er bekam Lust zu schlafen. Da blickte er um sich und sah in der Ecke ein großes Bett. "Das ist mir eben recht", sprach er und legte sich hinein. Als er aber die Augen zutun wollte, fing das Bett von selbst an zu fahren und fuhr im ganzen Schloss herum. "Recht so", sprach er, "nur besser zu!" Da rollte das Bett fort, als wären sechs Pferde vorgespannt, über Schwellen und Treppen auf und ab; auf einmal hopp, hopp! warf es um, das Unterste zu oberst, dass es wie ein Berg auf ihm lag. Aber er schleuderte Decken und Kissen in die Höhe, stieg hinaus und sagte: "Nun mag fahren, wer Lust hat", legte sich an sein Feuer und schlief, bis es Tag war. Am Morgen kam der König, und als er ihn da auf der Erde liegen sah, meinte er, die Gespenster hätten ihn umgebracht, und er wäre tot. Da sprach er: "Es ist doch schade um den schönen Menschen!" Das hörte der Junge, richtete sich auf und sprach: "So weit ist's noch nicht!" Da verwunderte sich der König, freute sich aber und fragte, wie es ihm gegangen wäre. ,,Recht gut", antwortete er, "eine Nacht wäre herum, die zwei andern werden auch herumgehen." Und als er zum Wirt kam, machte der große Augen. "Ich dachte nicht", sprach er, ,,dass ich dich lebendig wiedersehen würde; hast du nun gelernt, was Gruseln ist?" - "Nein", sagte er, "es ist alles vergeblich, wenn mir's nur einer sagen könnte!"
Die zweite Nacht ging er abermals hinauf ins alte Schloss, setzte sich zum Feuer und fing sein altes Lied wieder an: "Wenn mir's nur gruselte!" Wie Mitternacht herankam, ließ sich ein Lärin und Gepolter hören, erst sachte, dann immer stärker, dann war's ein bisschen still, endlich kam mit lautem Geschrei ein halber Mensch den Schornstein herab und fiel vor ihm hin. "Heda!" rief er, "noch ein halber gehört dazu, das ist zu wenig." Da ging der Lärm von frischem an, es tobte und heulte, und die andere Hälfte fiel auch herab. "Wart"', sprach er, "ich will dir erst das Feuer ein wenig anblasen." Wie er das getan hatte und sich wieder umsah, da waren die beiden Stücke zusammengefahren, und da saß ein gräulicher Mann auf seinem Platze. "So haben wir nicht gewettet", sprach der Junge, "die Bank ist mein." Der Mann wollte ihn wegdrängen, aber der Junge ließ sich's nicht gefallen, schob ihn mit Gewalt weg und setzte sich wieder auf seinen Platz. Da fielen noch mehr Männer herab, einer nach dem andern, die holten neun Totenbeine und zwei Totenköpfe, setzten auf und spielten Kegel. Der Junge bekam auch Lust und fragte: "Hört ihr, kann ich mittun?" - "Ja, wenn du Geld hast." - "Geld genug", antwortete er, "aber eure Kugeln sind nicht recht rund." Da nahm er die Totenköpfe, setzte sie in die Drehbank und drehte sie rund. "So, jetzt werden sie besser schüppeln", sprach er, "heidal nun geht's lustig"! Er spielte mit und verlor etwas von seinem Gelde, als es aber zwölf schlug, war alles vor seinen Augen verschwunden. Er legte sich nieder und schlief ruhig ein.
Am andern Morgen kam der König und wollte sich erkundigen. "Wie ist dir's diesmal gegangen?" fragte er. - "Ich habe gekegelt", antwortete der Junge, "und ein paar Heller verloren." - "Hat dir denn nicht gegruselt?" - "Ei was", sprach er, "lustig hab' ich mich gemacht. Wenn ich nur wüsste, was Gruseln wäre!"
In der dritten Nacht setzte er sich wieder auf seine Bank und sprach ganz verdrießlich: "Wenn mir's nur gruselte!" Als es spät wurde, kamen sechs große Männer und brachten eine Totenlade hereingetragen. Da sprach er: "Ha ha, das ist gewiss mein Vetterchen, das erst vor ein paar Tagen gestorben ist", winkte mit dem Finger und rief: "Komm', Vetterchen, komm'!" Sie stellten den Sarg auf die Erde, er aber ging hinzu und nahm den Deckel ab: da lag ein toter Mann darin. Er fühlte ihm ins Gesicht, aber es war kalt wie Eis. "Wart", sprach er, "ich will dich ein bisschen wärmen", ging ans Feuer, wärmte seine Hand und legte sie ihm aufs Gesicht; aber der Tote blieb kalt. Nun nahm er ihn heraus und setzte sich ans Feuer, legte ihn auf seinen Schoß und rieb ihm die Arme, damit das Blut wieder in Bewegung kommen sollte. Als auch das nichts helfen wollte, fiel ihm ein: wenn zwei zusammen im Bette liegen, so wärmen sie sich, brachte ihn ins Bett, deckte ihn zu und legte sich neben ihn. Über ein Weilchen wurde auch der Tote warm und fing an, sich zu regen. Da sprach der Junge: "Siehst du, Vetterchen, hätt' ich dich nicht gewärmt!" Der Tote aber hob an und rief: "Jetzt will ich dich erwürgen?" - "Was", sagte der Junge, "ist das der Dank? Gleich sollst du wieder in deinen Sarg!" hob ihn auf, warf ihn hinein und machte den Deckel zu. Da kamen die sechs Männer und trugen ihn wieder fort. "Es will mir nicht gruseln", sagte er, "hier lerne ich's mein Lebtag nicht."
Da trat ein Mann herein, der war größer als alle andern, und sah fürchterlich aus; er war aber alt und hatte einen langen, weißen Bart. "0 du Wicht", rief er, "nun sollst du bald lernen, was Gruseln ist, denn du sollst sterben!" - "Nicht so schnell", antwortete der Junge, "soll ich sterben, so muss ich auch dabei sein." - "Dich will ich schon packen" sprach der Unhold. "Sachte, sachte, mach' dich nicht so breit; so stark wie du hin ich auch und wohl noch stärker. - "Das wollen wir sehen", sprach der Alte, "bist du stärker als ich, so will ich dich gehen lassen; komm', wir wollen's versuchen!" Da führte er ihn durch dunkle Gänge zu einem Schmiedefeuer, nahm eine Axt und schlug den einen Amboss mit einem Schlage in die Erde. "Das kann ich noch besser", sprach der Junge und ging zu dem andern Amboss; der Alte stellte sich nebenbei und wollte zusehen, und sein weißer Bart hing herab. Da fasste der Junge die Axt, spaltete den Amboss auf einen Hieb und klemmte den Bart des Alten mit hinein "Nun hab' ich dich", sprach der Junge, "jetzt ist das Sterben an dir!" Dann fasste er eine Eisenstange und schlug auf den Alten los, bis er wimmerte und bat, er möchte aufhören, er wolle ihm große Reichtümer geben. Der Junge zog die Axt heraus und ließ ihn los. Da führte ihn der Alte wieder ins Schloss zurück und zeigte ihm in einem Keller drei Kasten voll Gold. "Davon", sprach er, "ist ein Teil den Armen, der andere dein König, der dritte dein." Indem schlug es die zwölfe, und der Geist verschwand, also dass der Junge im Finstern stand. "Ich werde mir doch hinaushelfen können", sprach er, tappte herum, fand den Weg in die Kammer und schlief dort bei seinem Feuer ein.
Am andern Morgen kam der König und sagte: "Nun wirst du gelernt haben, was Gruseln ist?" - "Nein", antwortete er, "was ist's nur? Mein toter Vetter war da, und ein bärtiger Mann ist gekommen, der hat mir da unten viel Gold gezeigt, aber was Gruseln ist, hat mir keiner gesagt." Da sprach der König: "Du hast das Schloss erlöst und sollst meine Tochter heiraten." - "Das ist alles recht gut", antwortete der Junge, "aber ich weiß noch immer nicht, was Gruseln ist."
Das Gold wurde nun heraufgebracht und die Hochzeit gefeiert, aber der junge König, so lieb er seine Gemahlin hatte und so vergnügt er war, sagte doch immer: "Wenn mir nur gruselte, wenn mir nur gruselte." Das verdross sie endlich. Ihr Kammermädchen sprach: "Ich will Hilfe schaffen, das Gruseln soll er schon lernen." Und sie ging hinaus zum Bach, der durch den Garten floss, und ließ sich einen ganzen Eimer voll Gründlinge holen. Nachts, als der junge König schlief, musste ihm seine Gemahlin die Decke wegziehen und den Eimer voll kalt Wasser mit den Gründlingen über ihn herschütten, dass die kleinen Fische um ihn herum zappelten. Da wachte er auf und rief: "Ach, was gruselt mir, was gruselt mir, liebe Frau! Ja, nun weiß ich, was Gruseln ist."

Hier nun die Beiträge vom Designteam:


 Ach, wenns mir doch gruselt!!!




Patty wünschen wir gute Besserung.







Sonntag, 29. September 2013

GD Call

Hallöle Ihr Lieben 
wir suchen für die kommenden Monate November 2013 bis einschließlich März 2014 Gastdesigner.
Also wenn Du Lust und Zeit sowie gerne Weihnachtskarten werkelst,bist Du hier genau richtig.
Um Dich bewerben zu können, trage Dich untern im Froschutton ein.
Ganz liebe Grüße
Euer Designteam
P.S. Der Link ist aktiv bis zum 15.10.2013 18.00 Uhr.




Mittwoch, 25. September 2013

Erinnerungskarte

Noch eine inspiration zum Märchen "Der Wolf und die 7 Geisslein".
Bis zum Monatsende könnt ihr noch mitmachen.


Zu Hause, mit ihrer Mutter, waren die Geisslein in Sicherheit, aber der Wolf hielt das Haus vom Walde her, unter Kontrolle. 

Mittwoch, 11. September 2013

Noch eine Inspiration


und als sie die Türe öffneten , sprang der böse Wolf herein und die Geisslein versteckten sich, jeder woanders.

Schaut genau hin, könnt ihr sie finden?  

Habt ihr noch andere Ideen?
Mitmachen !!! 

Inspirationskarte zur aktuellen Challenge

Heute zeige ich Euch 
eine Inspirationskarte:
Gedacht habe ich dabei an eins der Geisslein
und 
wo es sich versteckte.

Also Ihr habt viele Möglichkeiten
und wir freuen uns auf Euch.


Sonntag, 1. September 2013

neue Challenge: der Wolf und die 7 Geisslein

    Die Sommerferien neigen sich zum Ende und ein neuer Monat beginnt,
das bedeutet wir starten in eine neue Challenge.

Wir alle freuen uns auf Eure Teilnahmen.
Ihr benötigt kein besonderes Material um an der Challenge teilzunehmen, 
Euer Bastelmaterial reicht allemal.
Somit könnt Ihr werkeln was das Thema hergibt. 
Rauß aus dem Schubladen denken und rein 
ins Basteln im Land der 1000 Möglichkeiten.
Ein freieres Thema als unsere Challenge kann es kaum geben....
Wir freuen uns auf Euch.
Diesen Monat
werden wir eine Kleinigkeit verlosen,
was genau erfahrt Ihr im Laufe des Monats, 
also immer mal wieder reinschauen....
Nun zum Märchen:

Der Wolf und die sieben jungen Geislein
Es war einmal eine alte Geis, die hatte sieben junge Geislein, und hatte sie lieb, wie eine Mutter ihre Kinder lieb hat. Eines Tages wollte sie in den Wald und Futter holen, da rief sie alle sieben herbei und sprach 'liebe Kinder, ich will hinaus in den Wald, seid auf eurer Hut vor dem Wolf, wenn er herein kommt, so frißt er Euch alle mit Haut und Haar. Er verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn erkennen.' Die Geislein sagten, 'liebe Mutter, wir wollen uns schon in Acht nehmen, Ihr könnt ohne Sorge fortgehen.' Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, so klopfte jemand an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebracht.' Aber die Geiserchen hörten an der rauhen Stimme daß es der Wolf war, 'wir machen nicht auf,' riefen sie, 'du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme, aber deine Stimme ist rauh; du bist der Wolf.' Da gieng der Wolf fort zu einem Krämer, und kaufte sich ein großes Stück Kreide: die aß er und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebarcht.' Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote in das Fenster gelegt, das sahen die Kinder und riefen 'wir machen nicht auf, unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß, wie du: du bist der Wolf.' Da lief der Wolf zu einem Bäcker und sprach 'ich habe mich an den Fuß gestoßen, streich mir Teig darüber.' Und als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, so lief er zum Müller und sprach 'streu mir weißes Mehl auf meine Pfote.' Der Müller dachte 'der Wolf will einen betrügen' und weigerte sich, aber der Wolf sprach 'wenn du es nicht thust, so fresse ich dich.' Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß. Ja, so sind die Menschen.
Nun gieng der Bösewicht zum drittenmal zu der Hausthüre, klopfte an und sprach 'macht mir auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heim gekommen und hat jedem von Euch etwas aus dem Walde mitgebracht.' Die Geiserchen riefen 'zeig uns erst deine Pfote, damit wir wissen daß du .unser liebes Mütterchen bist.' Da legte er die Pfote ins Fenster, und als sie sahen daß sie weiß war, so glaubten sie es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Thüre auf. Wer aber hereinkam, das war der Wolf. Sie erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf fand sie alle und machte nicht langes Federlesen: eins nach dem andern schluckte er in seinen Rachen; nur daß jüngste in dem Uhrkasten das fand er nicht. Als der Wolf seine Lust gebüßt hatte, trollte er sich fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fieng an einzuschlafen. Nicht lange danach kam die alte Geis aus dem Walde wieder heim. Ach, was mußte sie da erblicken! Die Hausthüre stand sperrweit auf: Tisch, Stühle und Bänke warm umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decke und Kissen waren aus dem Bett gezogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgend waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei Namen, aber niemand antwortete. Endlich als sie an das jüngste kam, da rief eine feine Stimme 'liebe Mutter, ich stecke im Uhrkasten. Sie holte es heraus, und es erzählte ihr daß der Wolf gekommen wäre und die andern alle gefressen hätte. Da könnt ihr denken wie sie über ihre armen Kinder geweint hat.
Endlich gieng sie in ihrem Jammer hinaus, und das jüngste Geislein lief mit. Und als sie auf die Wiese kam, so lag da der Wolf an dem Baum und schnarchte daß die Äste zitterten. Sie betrachtete ihn von allen Seiten, und sah daß in seinem angefüllten Bauch sich etwas regte und zappelte. 'Ach Gott,' dachte sie, sollten meine armen Kinder, die er zum Abendbrot hinunter gewürgt hat, noch am Leben sein?' Da mußte das Geislein nach Haus laufen und Scheere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt sie dem Ungethüm den Wanst auf, und, kaum hatte sie einen Schnitt gethan, so streckte schon ein Geislein den Kopf heraus, und als sie weiter schnitt, so sprangen nacheinander alle sechse heraus, und waren noch alle am Leben, und hatten nicht einmal Schaden gelitten, denn das Ungethüm hatte sie in der Gier ganz hinunter geschluckt. Das war eine Freude! Da herzten sie ihre liebe Mutter, und hüpften wie ein Schneider, der Hochzeit hält. Die Alte aber sagte 'jetzt geht und sucht Wackersteine, damit wollen wir dem gottlosen Thier den Bauch füllen, so lange es noch im Schlafe liegt.' Da schleppten die sieben Geiserchen in aller Eile die Steine herbei und steckten sie ihm in den Bauch, so viel sie hinein bringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, daß er nichts merkte und sich nicht einmal regte.
Als der Wolf endlich ausgeschlafen hatte, machte er sich auf die Beine, und weil ihm die Steine im Magen so großen Durst erregten, so wollte er zu einem Brunnen gehen und trinken. Als er aber anfieng zu gehen und sich hin und her zu bewegen, so stießen die Steine in seinem Bauch aneinander und rappelten. Da rief er

         'was rumpelt und pumpelt
         in meinem Bauch herum?
         ich meinte es wärm sechs Geislein,
         so sinds lauter Wackerstein.'

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er mußte jämmerlich ersaufen. Als die sieben Geislein das sahen, da kamen sie herbei gelaufen, riefen laut 'der Wolf ist todt! der Wolf ist todt! und tanzten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.


  Jacob Grimm 1785 - 1863 u. Wilhelm Grimm 1786 - 1859



Hier nun die Werke unseres Designteams:



Und jetzt seid Ihr an der Reihe,
wir freuen uns auf Eure Werke.

Freitag, 30. August 2013

Noch 1 Tag

Erinnerung!!!
Ihr habt noch einen Tag Zeit, um euer Werk zum Thema Aschenputtel vorzuzeigen.


Das ist noch ein Beitrag von mir.
Die Täubchen kommen angeflogen, um Aschenputtel zu helfen. Wie schön, so viele Freunde zu haben.
 

Donnerstag, 29. August 2013

Noch 2 Tage......

Ihr habt noch 2 Tage Zeit, mitzumachen.
Erinnert ihr euch noch, wer euch die Märchen vorgelesen hat? Habt ihr sie euren Kindern oder Enkelkindern vorgelesen? Zeigt eure Ideen!


 Das ist noch ein Beitrag von mir. Inspiriert euch!!! 

Mittwoch, 28. August 2013

Noch 3 Tage zum mitmachen.


"Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen", so hiess es im Märchen und die Täubchen halfen ordentlich mit.


Das ist noch ein Beitrag von mir.
Vielleicht hat noch jemand eine gute idee, die er hier zeigen möchte.
Es ist noch Zeit, mitzumachen.

Dienstag, 27. August 2013

Noch eine Inspiration zum Märchen Aschenputtel



Ihr habt noch 4  Tage Zeit.
Hier seht ihr einen Prinzessinnenschuh, ist der nicht schön?

Dieses ist mein Beitrag. Wer hat noch Lust, mitzumachen?

Donnerstag, 15. August 2013

und noch eine Inspirationskarte zum Märchen Aschenputtel


hier ist meine Karte zum Thema Aschenputtel, Cinderella....
ich hoffe, ich kann euch noch zum Mitmachen animieren, ich würde mich jedenfalls sehr freuen.
Ihr habt noch bis Ende Monat Zeit...

Dienstag, 6. August 2013

Fortsetzung des Märchens Aschenputtel & Inspirationskarte

Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein, und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein, und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fiengen an pik, pik, pik, pik, und da fiengen die übrigen auch an pik, pik, pik, pik, und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter, freute sich und glaubte es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach 'nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider, und kannst nicht tanzen: du wirst nur ausgelacht.' Als es nun weinte, sprach sie 'wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst, so sollst du mitgehen,' und dachte 'das kann es ja nimmermehr.' Als sie die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, gieng das Mädchen durch die Hinterthüre nach dem Garten und rief 'ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,

      die guten ins Töpfchen,
      die schlechten ins Kröpfchen.'

Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein, und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fiengen an pik, pik, pik, pik, und da fiengen die übrigen auch an pik, pik, pik, pik, und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. Und eh eine halbe Stunde herum war, waren sie schon fertig, und flogen alle wieder hinaus. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter, freute sich und glaubte nun dürfte es mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach 'es hilft dir alles nichts: du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen, wir müßten uns deiner schämen.' Darauf kehrte sie ihm den Rücken zu und eilte mit ihren zwei stolzen Töchtern fort.
Als nun niemand mehr daheim war, gieng Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief

      'Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
      wirf Gold und Silber über mich.'

Da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter, und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und gieng zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht, und meinten es müßte eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch mit sonst niemand tanzen, also daß er ihm die Hand nicht los ließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er 'das ist meine Tänzerin.'
Es tanzte bis es Abend war, da wollte es nach Haus gehen. Der Königssohn aber sprach "ich gehe mit und begleite dich,' denn er wollte sehen wem das schöne Mädchen angehörte. Sie entwischte ihm aber und sprang in das Taubenhaus. Nun wartete der Königssohn bis der Vater kam und sagte ihm das fremde Mädchen wär in das Taubenhaus gesprungen. Der Alte dachte 'sollte es Aschenputtel sein,' und sie mußten ihm Axt und Hacken bringen, damit er das Taubenhaus entzwei schlagen konnte: aber es war niemand darin. Und als sie ins Haus kamen, lag Aschenputtel in seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes Öllämpchen brannte im Schornstein; denn Aschenputtel war geschwind aus dem Taubenhaus hinten herab gesprungen, und war zu dem Haselbäumchen gelaufen: da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt, und der Vogel hatte sie wieder weggenommen, und dann hatte es sich in seinem grauen Kittelchen in die Küche zur Asche gesetzt.
Am andern Tag, als das Fest von neuem anhub, und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren, gieng Aschenputtel zu dem Haselbaum und sprach

      'Bäumchen, rüttel dich und schüttet dich,
      wirf Gold und Silber über mich.'


Hier nun meine Karte zur Challenge:

Wir freuen uns auf Euch.
Eure Lizzy

Donnerstag, 1. August 2013

neue Challenge im August: Aschenputtel

  Ja, es ist Sommer und ein neuer Monat beginnt,
das bedeutet wir starten in eine neue Challenge.

Ich habe ein paar kleine Änderungen für Euch,
zum Ersten endet diese Challenge am 31.08.2013 um 23.59 Uhr,
dafür beginnt sie morgens flexibler.

Zum Zweiten ist Ulla nun festes Design Team Mitglied.
Sie ist genauso Märchen begeistert wie ich 
und so stärkt sie unser Team solange sie Freude an Märchen und unserer gemeinsamen Challenge hat.

Wir alle freuen uns auf Eure Teilnahmen.
In letzter Zeit fielen sie, sagen wir mal etwas dürftig aus.
Ihr benötigt kein besonderes Material um an der Challenge teilzunehmen, 
Euer Bastelmaterial reicht allemal.
Somit könnt Ihr werkeln was das Thema hergibt. 

Hier in diesem Märchen geht es um ein bescheidenes rechtschaffenes Mädchen,
welches treue Gefährten hat, die Tiere.
Dieses Mädchen erlebt Feiern und findet am Ende den Mann Ihrer Träume.
Also rauß aus dem Schubladen denken und rein 
ins Basteln im Land der 1000 Möglichkeiten.
Es kann eine Einladungskarte für eine Feier sein, 
oder eine Hochzeitskarte,
oder eine Karte mit den fleissigen Tieren,
oder eine Karte mit einem Mädchen
oder mit einem Jungen....

Ein freieres Thema als unsere Challenge kann es kaum geben....
Wir freuen uns auf Euch.

Und wenn mehr als 5 Teilnehmer dabei sind,
werden wir eine Kleinigkeit verlosen.

Nun zum Märchen:
Aschenputtel
Einem reichen Manne dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte daß ihr Ende heran kam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach 'liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herab blicken, und will um dich sein.' Darauf that sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen gieng jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.
Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da gieng eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. 'Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen!' sprachen sie, 'wer Brot essen will, muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd.' Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an, und gaben ihm hölzerne Schuhe. 'Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!' riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit thun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein thaten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein Bett, sondern mußte sich neben den Herd in die Asche legen. Und weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel.
Es trug sich zu, daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte, da fragte er die beiden Stieftöchter was er ihnen mitbringen sollte? 'Schöne Kleider' sagte die eine, 'Perlen und Edelsteine' die zweite. 'Aber du, Aschenputtel,' sprach er, 'was willst du haben?' ' Vater, das erste Reis, das euch auf eurem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab.' Er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Da brach er das Reis ab und nahm es mit. Als er nach Haus kam, gab er den Stieftöchtern was sie sich gewünscht hatten, und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aschenputtel dankte ihm, gieng zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf, und weinte so sehr, daß die Thränen darauf niederfielen und es begossen. Es wuchs aber, und ward ein schöner Baum. Aschenputtel gieng alle Tage dreimal darunter, weinte und betete, und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum, und wenn es einen Wunsch aussprach, so warf ihm das Vöglein herab was es sich gewünscht hatte.
Es begab sich aber, daß der König ein Fest anstellte, das drei Tage dauern sollte, und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. Die zwei Stiefschwestern als sie hörten daß sie auch dabei erscheinen sollten, waren guter Dinge, riefen Aschenputtel, und sprachen 'kämm uns die Haare, bürste uns die Schuhe und mache uns die Schnallen fest, wir gehen zur Hochzeit auf des Königs Schloß.' Aschenputtel gehorchte, weinte aber, weil es auch gern zum Tanz mitgegangen wäre, und bat die Stiefmutter sie möchte es ihm erlauben. 'Du Aschenputtel,' sprach sie, 'bist voll Staub und Schmutz und willst zur Hochzeit? du hast keine Kleider und Schuhe, und willst tanzen!' Als es aber mit Bitten anhielt, sprach sie endlich 'da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet, wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast, so sollst du mitgehen.' Das Mädchen gieng durch die Hinterthüre nach dem Garten und rief 'ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,

      die guten ins Töpfchen,
      die schlechten ins Kröpfchen.'


Das Märchen könnt Ihr HIER weiter lesen
oder auf unsere Fortsetzung warten 
Hier die Inspirationen unseres Teams:

Gismo

 Hier die Detailaufnahme:
Und alle weiteren Karten inspirieren Euch im Laufe des Monats mit den Fortsetzungen des Märchens.
Ich wünsche Euch einen schönen Monat August
Eure Lizzy